Erlösmodellen

Was ist SaaS-Hybrid-Abrechnung?

Autor: Ioana Grigorescu, Content Managerin

Geprüft von: Meir Amzallag, CEO & Mitbegründer

Was ist Hybridabrechnung?

Was ist SaaS-Hybrid-Abrechnung?

Die hybride SaaS-Abrechnung ist ein Preismodell, das einen festen Abonnementpreis mit variablen, nutzungsbasierten Gebühren kombiniert. Mit diesem Modell können Software- und SaaS-Entwickler eine vorhersehbare Einnahmequelle und eine mögliche Rechnungserhöhung sicherstellen, wenn Nutzer mehr Daten, Sitze oder Funktionen verwenden.

 

Die hybride SaaS-Abrechnung ist eine ausgewogene Preisalternative, die die Ausgaben des Entwicklers mit dem Erfolg des Nutzers in Einklang bringt. Kunden zahlen nicht für Tools und Systeme, die sie nicht nutzen, und Entwickler können sich auf Power-User konzentrieren. 

 

Was sind die Hauptvorteile von hybriden Abrechnungsmodellen?

Die hybride SaaS-Abrechnung ist eine Strategie, die den Umsatz optimieren kann. Dies geschieht durch die „Land-and-Expand“-Perspektive, was bedeutet, dass SaaS- und Softwareunternehmen mit einem niedrigen Preis in den Markt eintreten und dann ihren Umsatz steigern können, wenn die Beliebtheit des Produkts wächst. 

 

Kurz gesagt, die hybride SaaS-Abrechnung bietet folgende Vorteile: 

  • Umsatzvorhersehbarkeit: Die Fixgebühr deckt die Betriebskosten ab
  • Skalierbarkeit: Kundentypen können unterschiedliche Konsumgewohnheiten haben. 
  • Verbesserte Kundenbindung: Kunden bezahlen für Funktionen, die sie nicht nutzen, und das vermittelt ihnen das Gefühl, dass die Preisgestaltung angemessen ist.

Welche Preisstrategien werden durch hybride Abrechnung unterstützt?

Die hybride SaaS-Abrechnung stellt die Kombination verschiedener Preisstrategien dar, die je nach Geschäftszielen ausgewählt werden können.

  • Basis + Überschreitung: Sie erhalten eine festgelegte Menge an “Credits” (z. B. 500 GB Speicherplatz) für eine Pauschalgebühr und zahlen danach pro GB.
  • Gestufter Hybrid: Der Kunde kann zwischen verschiedenen Pro-Plänen wählen, aber dennoch werden bestimmte hochwertige Funktionen zusätzlich berechnet.
  • Plattformgebühr + Pro-Platz-Gebühr: Ein gängiges Modell, bei dem Sie eine feste jährliche Gebühr für die Plattform und eine variable monatliche Gebühr für jeden aktiven Nutzer zahlen.
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Strategie

Am besten geeignet für

Hauptvorteil

Grundgebühr + Überschreitung

Marketing-Tools

Sichert Margen bei Vielnutzern.

Gestaffelter Hybrid

Infrastruktur/DevOps

Ermutigt Nutzer zum Upgrade auf höhere Stufen für bessere Konditionen.

Pro-Einheit-Add-ons

Fintech/Zahlungen

Schöpft Wert aus jeder Zahlung.

Welche Technologie wird benötigt, um hybride Abrechnung zu unterstützen?

Hybrides SaaS-Billing erfordert eine leistungsstarke Abrechnungs-Engine, die Echtzeit-Nutzungsüberwachungsfunktionen bieten kann. Eine herkömmliche Buchhaltungssoftware kann beispielsweise nutzungsbasierte Zahlungen, die ad hoc erfolgen, nicht verarbeiten. 

 

Allerdings gibt es hier einige Technologien, die bei der Implementierung des hybriden SaaS-Billings nützlich sein können: 

  • Mediation Layer: Dieses System „lauscht“ Ihrer App und zählt Ereignisse (wie API-Aufrufe oder Downloads).
  • Rating Engine: Diese Technologie berücksichtigt Ihre Preisregeln (Rabatte oder Staffelungen).
  • Nutzungs-Dashboard: Eine kritische UI-Komponente, die Kunden ihre aktuellen Ausgaben anzeigt, um einen “Rechnungsschock” zu vermeiden.

Was sind Beispiele für hybride Abrechnungsmodelle?

Hybride SaaS-Abrechnung ist eine Preisstrategie die von einer Reihe von Unternehmen implementiert wird. Beispiele hierfür sind: 

  • Snowflake: Berechnet Datenspeicher zu einem nahezu pauschalen Tarif, verwendet aber “Compute Credits”, um die tatsächlich genutzte Rechenleistung abzurechnen.
  • Zapier: Bietet monatliche Pläne mit einer festgelegten Anzahl von “Zaps” an und berechnet zusätzliche Kosten, wenn ein Benutzer mehr Aufgaben automatisiert, als sein Plan erlaubt.

Wann benötigen Sie ein hybrides Abrechnungsmodell?

Die Implementierung von SaaS-Hybrid-Billing für Ihre Software ist eine Entscheidung, die nach einer Selbsteinschätzung getroffen werden muss. Als SaaS-Unternehmen müssen Sie sich die folgenden Fragen stellen: 

  • Steigen Ihre Server- oder Drittanbieter-API-Kosten plötzlich an, wenn ein Kunde Ihr Produkt mehr als gewöhnlich nutzt?
  • Würden Sie angesichts Ihres Kundenstamms sagen, dass ein „Einheits(preis)“ für Kleinverbraucher zu hoch und für Unternehmen/Großkunden zu niedrig wäre? 

 

Berücksichtigen Sie auch:

  1. Kostenausrichtung: Wenn Ihr COGS (Kosten der verkauften Waren) variabel ist, muss Ihre Abrechnung es auch sein.
  2. Marktstandards: Betrachten Sie Ihre Konkurrenten. Wenn diese “Nutzungsabhängig” Elemente in ihrer Preisstruktur haben, könnte eine Pauschalgebühr Sie unflexibel erscheinen lassen. 
  3. Automatisches Upselling: Diese Methode könnte Ihnen helfen, den Umsatz zu steigern, ohne jedes Mal direkt nach einem „Plan-Upgrade“ fragen zu müssen, wenn ein Kunde wächst.

Schlussfolgerung

Hybride SaaS-Abrechnung stellt einen ausgewogenen Ansatz bei der Preisgestaltung dar. Sie hilft SaaS-/Softwareunternehmen, Betriebskosten zu decken, während Kunden Ihre Produkte ihren Bedürfnissen entsprechend nutzen können. Bewerten Sie Ihr Produkt und Ihren Kundenstamm, um festzustellen, ob diese Preisstrategie eine praktikable Option für Sie ist.

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