Rechtliches & Compliance

Was ist SaaS End-to-End-Steuerkonformität?

Autor: Ioana Grigorescu, Content Managerin

Geprüft von: George Ploaie, Chief Operating Officer (COO)

Was ist SaaS End-to-End-Steuerkonformität?

Was ist SaaS End-to-End-Steuerkonformität?

SaaS-End-to-End-Steuerkonformität ist ein umfassender Ansatz, der bei der Verwaltung aller Steuern hilft, die mit einem SaaS-Unternehmen verbunden sind, einschließlich der Berechnung von Steuern für jede Transaktion, der Erstellung von Steuererklärungen und der Eintreibung der fälligen Beträge.  

 

Dieser Ansatz ist mit gängigen Abrechnungssystemen kompatibel und kann den anwendbaren Steuersatz pro Kunde basierend auf deren Standort und den relevanten Gesetzen bestimmen.  

 

Die End-to-End-Steuerkonformität von SaaS kann sich auf die Ressourcen auswirken, die SaaS-Unternehmen benötigen, um die Komplexität ihrer Steueraufzeichnungen zu verwalten. Die Inanspruchnahme von End-to-End-Steuerkonformitätsdiensten durch SaaS-Unternehmen steht im Zusammenhang mit dem Potenzial für Strafen und Steuerprüfungen beim Wachstum oder der Expansion in neue Regionen. 

Welche Aktivitäten umfasst die durchgängige Steuer-Compliance für SaaS-Unternehmen?

Steuerkonformitätsaktivitäten umfassen: 

  1. Steuerkonformität beginnt mit der Nexus-Überwachung, welche die Nachverfolgung der Standorte umfasst, an denen ein SaaS-Unternehmen aufgrund physischer oder wirtschaftlicher Präsenz steuerliche Pflichten begründet hat.  
  2. Anschließend muss das Unternehmen die Steuerpflichtigkeit seiner SaaS-Produkte bestimmen, da die Steuersätze je nach Region variieren können.  
  3. Des Weiteren muss das Unternehmen die korrekten Steuersätze anwenden, die richtigen Dokumente vorbereiten und versenden und die Fristen sorgfältig beachten. 

Wann gilt SaaS als steuerpflichtig?

Die Besteuerung von SaaS hängt weitgehend von den spezifischen Gesetzen der jeweiligen Gerichtsbarkeit und der Klassifizierung von SaaS ab: 

  • wo sich der Kunde befindet 
  • ob der Anbieter eine physische Präsenz im Land hat 
  • lokale Steuerregeln 

 

In vielen Fällen wird SaaS, das für geschäftliche Zwecke geliefert wird, mit Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer belegt, während bei persönlicher Nutzung unterschiedliche Vorschriften gelten.  

 

Gebündelte Angebote, die SaaS mit anderen Dienstleistungen oder Produkten kombinieren, können die steuerliche Behandlung weiter verkomplizieren und erfordern eine sorgfältige Bewertung. 

Wie wird die Umsatzsteuer auf SaaS angewendet, und welche Faktoren beeinflussen deren Anwendung?

Die Handhabung der Umsatzsteuer für Software-as-a-Service (SaaS)-Anwendungen wird in den verschiedenen Staaten und Ländern auf der Grundlage lokaler Gesetze und Vorschriften umgesetzt.  

 

Jede Region entscheidet, ob SaaS steuerpflichtig ist, basierend auf ihrer Klassifizierung nach lokalen Steuergesetzen. 

 

In einigen Bundesstaaten wird SaaS als materielles persönliches Eigentum besteuert. In anderen Bundesstaaten besteuert der Staat SaaS nicht als Dienstleistung. Wenn das angebotene SaaS-Produkt physische Hardware oder professionelle Dienstleistungen umfasst, kann der Verkauf der Hardware oder der professionellen Dienstleistungen ebenfalls besteuert werden.  

 

Daher müssen SaaS-Unternehmen die Steuern, die in den Gebieten, in denen sie tätig sind, gelten, regionenweise berücksichtigen und sich auch über neu erlassene Steuergesetze informieren.

Welche sind die häufigsten Herausforderungen bei der Steuerkonformität, mit denen SaaS-Unternehmen konfrontiert sind?

SaaS-Unternehmen stehen oft vor Herausforderungen im Zusammenhang mit: 

  • Identifizierung Nexus 
  • Verwaltung unterschiedlicher Steuerregeln über Regionen hinweg 
  • Bestimmung der Besteuerbarkeit digitaler Dienstleistungen.  

 

Internationale Expansion und Nutzungsbasierte Abrechnung Modelle führen zu zusätzlichen Komplexitäten, die eine sorgfältige Überwachung der Kundenaktivitäten zur Steuerfestsetzung erforderlich machen.  

 

Diese Herausforderungen erschweren die manuelle Compliance zunehmend, je größer das Transaktionsvolumen wird. 

Sollte ein SaaS-Unternehmen die Steuer-Compliance intern abwickeln oder auslagern?

Die Entscheidung, ob die Verwaltung der Unternehmenssteuern intern durchgeführt oder ausgelagert werden soll, hängt von der Größe, dem Grad der Komplexität des Unternehmens und den verfügbaren Ressourcen ab.  

 

Start-ups oder KMU, die in einer Region aktiv sind und keine unmittelbaren Expansionspläne, können in Erwägung ziehen, die SaaS-Steuerkonformität intern zu halten.  

 

Großunternehmen oder SaaS-Unternehmen, die in mehreren Regionen tätig sind, könnten es schwierig finden, die Steuerkonformität intern zu verwalten, ohne dabei auch erhebliche Ressourcen zu verbrauchen.  

 

Zudem ist diese Entscheidung nicht nur eine finanzielle. Die durchgängige Einhaltung der Steuervorschriften für SaaS ist operativ komplex aufgrund der ständigen Änderungen der Steuervorschriften. Dies erfordert ein spezifisches Maß an lokalem Fachwissen, das intern schwer zu realisieren ist. 

Schlussfolgerung

Der internationale Verkauf erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung der lokalen Steuergesetze und -vorschriften. SaaS-Unternehmen müssen Steuern korrekt berechnen, einziehen und abführen, basierend auf bestehenden Regeln, die Änderungen unterliegen. 

Der gesamte Prozess der Steuer-Compliance kann operativ so aufwändig werden, weshalb SaaS-Unternehmen ihn auslagern.

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