SaaS-Zahlungen

Was ist ein Zahlungsdienstleister (PSP)?

Autor: Oleksandra Butenko, Texterin

Geprüft von: George Ploaie, Chief Operating Officer (COO)

Was ist ein Zahlungsdienstleister (PSP)

Was ist ein Zahlungsdienstleister (PSP)?

Ein Zahlungsdienstleister (PSP) ist eine umfassende Finanzdienstleistungseinheit. Er ermöglicht Unternehmen, Online-Zahlungen anzunehmen, darunter Kreditkreditkarten, digitale Geldbörsen und Banküberweisungen. Anstatt dass Unternehmen unabhängige Verträge mit einem Sicherheits-Gateway, einer Acquirer-Bank und einem Zahlungsabwickler abschließen müssen, bündelt der PSP diese Dienste. Auf diese Weise können Unternehmen Zahlungen unter einem einzigen Anbietervertrag akzeptieren.

Worin besteht der Unterschied zwischen einem PSP, einem Payment Gateway und einem Zahlungsabwickler?

Obwohl sie oft synonym verwendet werden, stellen sie Komponenten einer digitalen Transaktion dar:

  • Payment Gateway: Die Front-End-Software, die Kreditkartendaten von Kunden erfasst, verschlüsselt und von der Website an das Netzwerk übermittelt.
  • Zahlungsabwickler: Das Back-End-System, das das Geld bewegt. Es übermittelt Daten zwischen dem Gateway, den Kartennetzwerken, der ausstellenden Bank und der empfangenden Bank.
  • Ein PSP kombiniert die Funktionen eines Zahlungsgateways und eines Abwicklers. Ein Händlerkonto ist innerhalb der Systemstruktur vorhanden. Das System bietet Unternehmen die Möglichkeit, Zahlungen unabhängig von einer kommerziellen Banklizenz zu verarbeiten.

Welche Arten von PSPs gibt es?

Die digitale Zahlungsarchitektur gliedert sich im Allgemeinen in drei Modelle:

  • Aggregatoren: Anbieter, die Tausende von Händlern gruppieren. Der Einrichtungsprozess umfasst eine begrenzte Anzahl von Schritten. Die Konditionen sind durchgängig gleich. Es wird zunehmend von Tech-Start-ups und KMUs übernommen.
  • Händlerkonto-PSPs: Eine einzigartige MID wird ausschließlich Ihrem Unternehmen zugewiesen. Das Underwriting kann mehrere Wochen dauern. Strenge Compliance-Audits sind erforderlich. Unternehmen werden jedoch individuelle Transaktionsgebührenstrukturen sowie anpassbare Abrechnungsregeln angeboten.
  • Payment Facilitators: Bei diesem Modell bettet eine Softwareplattform die Zahlungsabwicklung direkt in ihr Produkt ein. Das SaaS-Unternehmen ist der PayFac. Das System ermöglicht es Sub-Merchants, direkt Transaktionen durchzuführen, wobei ein Zahlungsdienstleister im Hintergrund agiert, ohne dass der Sub-Merchant davon weiß.

Wie ist die typische Gebührenstruktur eines PSPs?

PSPs verdienen Geld durch eine gestaffelte Preisstruktur. Diese Struktur skaliert mit dem Transaktionsvolumen:

  • Pro Transaktion: Der Basistarif ist in der Regel ein Prozentsatz des gesamten Transaktionswerts zuzüglich einer geringen Fixkostenpauschale.
  • Grenzüberschreitend: Bei Transaktionen mit international ausgestellten Kreditkarten ist eine Bearbeitungsgebühr üblicherweise ein Bestandteil.
  • Devisenaufschlag: Devisengebühren sind in Fällen, die eine Währungsumrechnung beinhalten, zu berücksichtigen.
  • Monatliche Mindestumsätze: Eine Wartungsgebühr ist eine Bestimmung einiger Premium-Anbieter, die anfällt, wenn ein Schwellenwert für das Verarbeitungsvolumen nicht erreicht wird. PSPs implementieren eine Gebührenstruktur pro Vorfall für vom Kunden initiierte strittige Belastungen.

Wie integriert man einen PSP?

Gängige Methoden zur Erstellung eines Zahlungs-Stacks beeinflussen die Benutzererfahrung maßgeblich und erfordern natürlich auch einen gewissen Entwicklungsaufwand, um die Aufgabe abzuschließen:

  • Gehosteter Checkout/Weiterleitung: Als Folge davon, dass der Kunde auf “Kaufen” klickt und auf eine Zahlungsseite auf der Händlerseite weitergeleitet wird, wird der Kunde zum Zahlungs-Gateway. Es erfordert weniger Entwicklerarbeit, und der Aufwand für die Verwaltung sicherheitsrelevanter Probleme wird reduziert.
  • Eingebettete Elemente (iFrames/Web Components): Die Zahlungsformulare sind visuell in Ihre Website integriert. Die Eingabefelder sind PSP-eigene Frames.
  • API-Only-Integration: Entwickler erstellen ihre eigenen maßgeschneiderten Textfelder und senden die Rohdaten an die API-Endpunkte des PSP. Dies ermöglicht die Festlegung von Layout- und Benutzererfahrungsspezifikationen, neben der Einhaltung von PCI-Konformität und Sicherheit. Dies erfordert spezialisiertes Sicherheits-Engineering.

Welche Vorteile bietet die Nutzung eines PSPs?

  • Markteinführungsgeschwindigkeit: Das Umgehen von Corporate-Banking-Anwendungen durch Unternehmen bezieht sich auf die für den Markteintritt benötigte Zeit. Bei der Einführung eines Shops oder SaaS-Produkts ist das System darauf ausgelegt, zu verwalten globale Zahlungsakzeptanz.
  • PCI-Scope-Reduzierung: Der PSP nimmt unformatierte Kreditkartendaten auf, verschlüsselt und verarbeitet sie. Dies bezieht sich auf die Verantwortlichkeiten und Auditprozesse im Zusammenhang mit der Einhaltung der Datensicherheit der Payment Card Industry.
  • Methodenvielfalt: Ein PSP erleichtert die Einbindung verschiedener Zahlungsmethoden über einen zentralisierten Mechanismus.
  • Integrierte Streitfall-Tools: Viele PSPs bieten integrierte Dashboards für das Chargeback-Management innerhalb ihrer Services. Dies umfasst den automatisierten Versand an Banken, den Aufbau einer Bankverbindung und Regeln zur Betrugserkennung.

Schlussfolgerung

Um sich in einer Online-Zahlungsarchitektur zurechtzufinden, muss man die grundlegenden Abläufe in jedem Transaktionszyklus kennen. Ihre Wahl des PSP-Typs, der Methode der Abrechnungsintegration und der Gebührenstruktur für Transaktionen spielt eine wichtige Rolle dabei, wie reibungslos die Skalierung der Geschäftsabläufe einer Online-Plattform weltweit oder auf dem lokalen Markt gemanagt wird.

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